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Schieferfassade


Definitionen von Deckarten

Rechteck-Doppeldeckung
Die Rechteck-Doppeldeckung, auch Englische Deckung genannt, galt bei uns lange Zeit als die einzige „moderne“ geradlinige Deckart für Dach und Wand. Die Schieferdeckung im halben Verband kann bei der Wahl entsprechender Steine wie ein Mauerwerksverband, also eher flach, gestreckt und länglich aussehen. Werden für die Deckung hohe Steine eingesetzt, können auch quadratische Ansichtsflächen im halben Verband entstehen. Bereits bei dieser klassischen Deckart zeigt sich, dass ein und die gleiche Verlegeart, je nach Steinformat und Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) grundverschiedene Gestaltungen zulässt.
Gezogene Rechteck-Deckung
Die gezogene Rechteck-Deckung basiert auf der klassischen Rechteck-Doppeldeckung. Die Schiefer werden bei dieser Deckart in der Waagerechten so weit auseinander gezogen wie möglich. Die Regeln fordern an der Fassade eine Mindesthöhen- und Seitenüberdeckung von 4 cm. Die auseinander gezogene Deckung gilt als überaus sparsam im Materialverbrauch und damit preiswert. Ideal geeignet für große Fassadenflächen. 
Waben- Deckung
Die Waben- Deckung gilt als einer der preiswertesten Deckart überhaupt. Sie ist vor allem durch eine diagonal verlaufende Linie der Stoßfugen gekennzeichnet. Dieser diagonale Verlauf hat seinen Ursprung in der mindest erforderlichen Seiten- und Höhenüberdeckung von 4 cm. Daraus ergibt sich der diagonale Versatz der Schieferplatten in einer Fläche.

Variable Rechteckdeckung
Die Variable Rechteckdeckung basiert in ihrer Grundidee auf der Waagerechten Deckung. Sie unterscheidet sich von dieser vor allem durch den so genannten Vorschnitt (vergleichbar einer Vorschnittdeckung bei Holzziegeln / S-Pfannen). Dabei werden die untere linke und obere rechte Ecke der Schieferplatte so gestutzt, dass die neben und übereinander liegenden Platten im Eckbereich nicht überdoppeln. Die gestutzten Ecken erlauben nun einen einfachen Steinverband ohne einen seitlichen Versatz der Stoßfugen. Die Deckart prägt eine moderne Kreuzfuge. Weil für diese neue Deckart im Prinzip alle verfügbaren Steinformate einsetzbar sind, ist die mögliche Vielfalt der Gestaltungen auf Anhieb enorm groß. Von waagerecht länglichen über klassisch rechteckige, rein quadratische bis hochformatige Optiken ist so gut wie alles möglich. Damit eignet sich diese Deckart sehr gut auch für komplexe Fassaden mit unregelmäßigen Fensterteilungen, Erkern oder Rücksprüngen.  

Schuppen-Deckung

Das Hauptmerkmal dieser Deckart ist die Verwendung von Schuppen gleicher Größe. Je nach Größe der einzudeckenden Fassade wird die Größe des zu wählenden Schiefers bestimmt. Die Schuppendeckung hat im Siegerland eine lange Tradition.

 


Unterlegte Deckung
Die Unterlegte Deckung hat ihren Ursprung in Basel. Ein überaus kreativer Architekt hat dieses Deckbild für die Fassade des Schauspielhauses in Basel eingesetzt. Die Idee wurde vom Schieferlieferanten Rathscheck Schiefer weiterentwickelt, so dass diese Deckart heute bautechnisch zum Standard gehört. Das Besondere an der Unterlegten Deckung sind Schiefer, die sichtbar mit breiten Edelstahlblechen fixiert sind. Im Lichtschein schimmern diese Bleche auf den dunklen, blaugrauen Schiefern. Die Platten sind so verlegt, dass die Klammern waagerechte, senkrechte und auch diagonale Netzlinien bilden. Die Fassade wirkt festlich.
Kreativität und Planung gefragt
Das geplante Raster ist das Wesen einer gut geplanten Schieferfassade aus rechteckigen Schiefern. Erreicht wird eine gezielte Rasterung durch die Wahl nahe liegender Steinformate und höhere Seiten- oder Höhenüberdeckungen. In besonderen Fällen ist ein Stein-Sonderformat erforderlich. Ein gelungenes Fassadenbild ist ohne Vorplanung nicht möglich. Basis dieser Planungen ist bei Schieferfassaden eine Mindestseiten- und Höhenüberdeckung von 4 cm. Darüber hinaus hat die Fantasie freien Lauf. Neue, vor allem größere Steinformate ermöglichen preiswertere Fassadenlösungen. Farbige Schiefer in gründlichen und rötlichen Tönen erweitern das Einsatzspektrum.
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