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Das Lexikon erläutert Fachbegriffe rund um das Thema Dach

Satteldach

Das Sattel- oder Giebeldach ist die am weitesten verbreitete Dachform in Europa.

 

Schablonendeckung

Schablonendeckungen werden mit Steinen gleicher Höhe und Breite ausgeführt. Hierbei wird nach Deckungen mit Höhenüberdeckung und seitlicher Überdeckung (z.B. Schuppendeckung, Bogenschnittschablonendeckung) und nach Deckungen mit ausschließlicher Höhenüberdeckung unterschieden (z.B. Rechteckdoppeldeckung, Spitzwinkeldeckung). Verschiedene Formen, die schindelartig gedeckt werden, sind möglich: Sechsecke, Achtecke, Rechtecke, Rauten. Verschiedenfarbige Schiefer können zu Ornamenten angeordnet werden (Musterdeckung). Die Regeldachneigung für Schablonendeckungen liegt bei 25° für die Schuppendeckung und Bogenschnittdeckung, bei 30° für die Spitzwinkeldeckung und bei 22° für die Rechteckdoppeldeckung.

 

Schallschutz

Schallschutz-Maßnahmen haben die Aufgabe zu verhindern, dass Geräusche von gesundheitsschädigendem Ausmaß in bewohnte oder genutzte Gebäude eindringen oder aus Gebäuden auf das Umfeld einwirken können. Auch innerhalb eines Gebäudes muss die Schallübertragung unterbunden oder abgemindert werden. Zu unterscheiden sind:

· Körper- oder Trittschall, der über Bauteile oder Werkstoffe weitergeleitet und

· Luftschall, der durch schwingende Luftschichten übertragen wird.

 

Schalung

Schalungen sind im Gegensatz zu Lattungen flächige Bauteile, auf denen Deckungen oder Abdichtungen befestigt werden oder die als Unterlage für Unterdächer oder Unterdeckungen dienen.

 

Schichtstück

Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke (Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.

 

Schiefer

Schiefer ist ein Gestein, das sich durch ein extrem straffes Parallelgefüge auszeichnet und das sich ebenflächig, dünn und leicht spalten lässt. Schiefer ist aus tonigen Sedimentgesteinen hervorgegangen und gehört gesteinskundlich in einen Bereich, der an der Grenze zwischen Sediment und metamorphem Gestein beginnt und bei den schwach metamorphen Phylliten endet. Glimmer- und z. T. auch Chloritminerale (d. h. Schichtsilikate) sind die überwiegenden und wichtigsten Bestandteile. Schiefer müssen, damit sie technisch genutzt werden können, bestimmte gesteinskundliche Anforderungen an ihre Verwitterungsbeständigkeit erfüllen. Dach- und Wandschiefer gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen.

 

Schneefangsystem

Das Schneefangsystem soll den abrutschenden Schnee im Traufbereich oder bei längeren Dächern (größere Sparrenlänge) auch auf der Dachfläche festhalten. Es kann bestehen aus: · Schneefanggittern (in verschiedenen Höhen und Materialdicken) mit dazugehörigen Stützen, · Schneefangprofilen (Winkelstahl, Rundhölzer usw.) mit Haltern, · Rohrschneefang-Systemen mit Klemmlaschen, passend zu einer Metalldeckung. (Nicht zu verwechseln mit Schneestoppsystem)

 

Schneerückhaltesystem

Maßgebend für Schneerückhaltesysteme sind die örtlichen Verhältnisse und die üblichen klimatischen Bedingungen in Verbindung mit der Dachneigung, der Dachlänge (Sparrenlänge) und der Größe sowie der Lage der gegen "Dachlawinen" zu schützenden Bereiche am Gebäude. Der Schnee- und Eisschutz ist in zwei Systeme zu unterscheiden, die entweder den abrutschenden Schnee auffangen oder das Abrutschen des Schnees flächendeckend verhindern.

 

Schneestoppsystem

Das Schneestoppsystem soll den Schubeffekt des auf dem Dach liegenden Schnees durch entsprechend ausgeführte Einzelelemente verstärken und ausnutzen und das Abrutschen des Schnees möglichst flächendeckend verhindern. Es kann hergestellt werden aus Schneestoppern in verschiedenen Ausführungen und passend zur Deckung. (Nicht zu verwechseln mit Schneefang-system)

Schuppendeckung

Die Regeldachneigung beträgt 25°. Bei dieser Deckungsart ergeben Schieferplatten gleicher Größe ein regelmäßiges Deckbild. Die Gebindesteigung ist von der Dachneigung abhängig.

 

Schwanenhals

Zum Überbrücken von Dachüberständen können bei den Regenfallleitungen Schwanenhälse eingesetzt werden. Der Schwanenhals besteht aus zwei oder mehreren gefertigten Rohrbogen.

 

Schwingfenster

Der bewegliche Fensterflügel wird meist mittig im Rahmen in Schwingscharnieren gehalten. Der Flügel ist damit immer im Gleichgewicht, so dass einfache Beschläge ausreichen. Schwingfenster werden meist mit oben am Flügel angebrachten Bedienungsgriffen geöffnet und geschlossen. Sie sind daher ohne Zusatzelemente mit einer niedrigen Fensterunterkante einbaubar, entsprechend DIN 5034 und der für Senkrechtfenster üblichen Einbauart.Unten angebrachte Griffe sind seltener, da hiermit der Einbau bei niedrig liegender Fensterunterkante unkomfortabel ist. Schwingfenster sind robust und erfordern nur geringen Pflege- und Wartungsaufwand.

 

Sheddach (Sägedach)

Ein aus mehreren parallel hintereinanderliegenden Pultdächern zusammnengesetzes Dach, oft bei (Fabrik-)Hallen mit großer Tiefe eingesetzt. Wird der senkrechte Teil verglast, ist eine gute Ausleuchtung der Hallen mit Tageslicht möglich.

 

Sicherheitsablauf

Sicherheitsabläufe sind Durchlassöffnungen mit entsprechenden Rohrführungen bei Dächern, Balkonen u. a. mit geschlossener Brüstung oder Attika.

 

Sicherheitsrinne

Die Sicherheitsrinnen sind eigenständige Entwässerungsvorrichtungen, z. B. unter innenliegenden Dachrinnen oder Dachgräben.

 

Sockelknie(Mauerversprung)

Zum Überbrücken von Gesimsen, Wand- oder Gebäudeversprüngen können bei den Regenfallleitungen Sockelkniestücke eingesetzt werden. Diese bestehen aus zwei oder mehreren industriell gefertigten Rohrbogen oder aus manuell mittels Gehrung zusammengesetzten sogenannten Sprungrohren.

 

Solartechnik

Solartechnik ist die Technik, die aus der Umwelt entnommene, überleitete, direktgenutzte oder im Speicher gesammelte Energie aus Sonnenstrahlung nutzbar macht. Es wird unterschieden in Solarthermie und Photovoltaik.

 

Solarthermie

Solarthermie ist die Übertragung der Wärme aus der Sonnenenergie auf ein Medium in einem geschlossenen System.

 

Systemdach

Selbsttragende Dachelemente mit einer Tragstruktur aus Holz oder Profilstahl werden komplett vorgefertigt zur Baustelle geliefert. Die Sandwichelemente enthalten eine oft tapezierfertige Unterseite. Die Wärmedämmung kann aus mineralischen Platten bzw. Matten, Hartschäumen oder Granulaten bzw. Flocken bestehen. Die Bedingungen der Dampfdiffusion und -konvektion werden erfüllt. Von der Traufe zum First verlegt, sind die Elemente bereits für den Anschluss untereinander vorbereitet. Nach Aufbringen der Konter-und Traglattung erfolgt die Dachdeckung.

 

Systemteile

Systemteile sind Bauteile oder Elemente, die in ihrer Formgebung, Farbe und ihren Eigenschaften auf die jeweiligen Hauptmerkmale eines Werkstoffes abgestimmt sind. Systemteile gelten als ein übergeordnetes Ganzes, deren Veränderungen an den Einzelbauteilen einen Eingriff in die Haftungsverhältnisse bewirkt.

 

Tonnendach

Die Form des Tonnendaches folgt der eines Tonnengewölbes.

 

Traglattenabstand

Traglattenabstand ist die Distanz zwischen Oberkante einer Dachlatte und der Oberkante der nächsten Dachlatte bei Deckungen.

Die Traglattenabstände werden bei Dachziegeln und Dachsteinen unter anderem bestimmt durch

- Dachziegel-/Dachsteinlänge,

- Dachziegel-/Dachsteinform,

- mögliche Decklänge,

- dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung,

- Sparrenlänge bzw. Konterlattenlänge,

- notwendigen Überstand der Deckung an der Traufe,

-notwendigen Traglattenabstand zum Firstscheitelpunkt.

 

Traufblech

Das Traufblech ist das Anschlussblech an der Traufe. Es kann die Aufgabe des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech) erfüllen.

 

Tropfblech

Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten.

 

Übergangsziegel

Übergangsziegel (An-/Absetzer) sind flügelige Biberdachziegel, die ein Überdecken der Unterläufer erleichtern.

 

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion besteht aus dem Tragwerk mit oder ohne Deckunterlage.

 

Unterläufer

Unterläufer sind Biberschwanzziegel, die rechts oder links von der Lager- oder Deckschicht überdeckt werden. Diese Biber werden entweder von Hand in der Dicke abgeschrägt oder auch konisch geliefert.

 

Verbanddeckung

Bei der Verbanddeckung erfolgt die Deckung der Deckwerkstoffe z. B. Dachziegel, Dachsteine, Schiefer in seitlich versetzter Verlegeweise. Die senkrechten Linien der Deckwerkstoffe laufen nicht durch sondern sind um einen halben Deckwerkstoff (halber Verband), einen viertel Deckwerkstoff (Viertelverband) oder ähnlich versetzt.

 

Verschiebeziegel

Der Verschiebeziegel ist ein Pressdachziegel mit Verschiebefalz und in der Regel eine Sonderform mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass Kopf- und Seitenfalzung eine um mindestens drei oder mehrere Zentimeter große Höhenverschiebbarkeit ermöglichen.

 

Vordeckung

Unter Vordeckung versteht man die Abdeckung, z. B. von Holzschalung vor der Weiterarbeit, also vor dem Ausführen der eigentlichen Dachdeckung, Abdichtung oder Außenwandbekleidung. Je nach Art und Ausführung der Vordeckung kann sie auch als Behelfsdeckung dienen oder zu einem Unterdach oder einer Unterdeckung beitragen.

 

Vorgehängte Dachrinne

Bei den vorgehängten Dachrinnen gibt es die · halbrunde Dachrinne, · kastenförmige Dachrinne, · Gesimsrinne, · Dachrinne mit Sonderformaus Metall und aus Kunststoff. Die Vorderkante der Dachrinnen weist einen runden Wulst oder einen aus mehreren Kantungen bestehenden Wulst auf. Die hintere Kante ist mit einem Wasserfalz ausgebildet.

 

Vorschnittdeckung

Zu dieser Deckung werden Hohlpfannen mit Langschnitt verwendet. Am Schnittpunkt von vier Ziegeln liegen jeweils drei übereinander. Die Regeldachneigung liegt bei 40°.

 

Walmdach

Werden bei einem Satteldach die Giebelflächen durch Dachflächen ersetzt (Walm, Schopf), entsteht das Walmdach.

Wandkonstruktion

Wandkonstruktionen bestehen aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man· einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder · mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen.

 

Wasserbiber

Wasserbiber sind Biberschwanzziegel, die direkt auf der Kehlmittellinie gedeckt sind.

 

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient k oder U gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils bestehend aus mehreren Einzelschichten hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Der Wärmedurchgangskoeffizient wird üblicherweise errechnet und wird oft aus Wärmeschutzgründen als Maximalwert vorgegeben.

 

Wärmedurchlasskoeffizient

Der Wärmedurchlasskoeffizient Lambda oder 1/R gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter einer Stoffschicht der Dicke d hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen der Stoffschicht ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Der Wärmedurchlasskoeffizient errechnet sich aus dem Quotienten aus der Wärmeleitfähigkeit geteilt durch die Dicke.

 

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand R oder 1/ Lambda gibt den Widerstand gegen den Wärmedurchgang einer Stoffschicht an. Er errechnet sich als Kehrwert der Wärmedurchlasskoeffizienten, als Quotient aus Dicke geteilt durch Wärmeleitfähigkeit oder wird vom Hersteller angegeben.

 

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit Lambda gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter einer ein Meter dicken Stoffschicht hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen der Stoffschicht ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Die Wärmeleitfähigkeit wird üblicherweise angegeben oder kann aus Tabellen abgelesen werden.

 

Wärmeschutz

Der Wärmeschutz im Hochbau umfasst insbesondere alle Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung durch die Umfassungsflächen eines Gebäudes und durch die Trennflächen von Räumen unterschiedlicher Temperaturen. Der Wärmeschutz hat bei Gebäuden Bedeutung für die Gesundheit der Bewohner durch ein hygienisches Raumklima, den Schutz der Baukonstruktion vor klimabedingten Feuchteeinwirkungen und deren Folgeschäden, einen geringeren Energieverbrauch bei der Heizung und Kühlung, die Herstellungs- und Bewirtschaftungskosten.

 

Wärmeübergangskoeffizient

Der Wärmeübergangskoeffizient alpha gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde zwischen einem Quadratmeter der Oberfläche eines Bauteils und der angrenzenden Luft übertragen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Oberfläche des Bauteils und der Luft ein Kelvin beträgt.

 

Wärmeübergangswiderstand

Der Wärmeübergangswiderstand 1/ alpha gibt den Widerstand aus dem Wärmeübergang zwischen Stoffoberfläche und angrenzender Luft an. Er errechnet sich als Kehrwert des Wärmeübergangskoeffizienten und wird üblicherweise aus Tabellen abgelesen.

 

Ziegelscherben

Technische Bezeichnung für den aus Ton gebrannten ganzen Dachziegel.

 

Zusammensetzung Dachsteine

ca. 70% klassierter, gewaschener Sand bzw. Recyclinggut:

Die für Dachsteine geeignete Sieblinie wird bereits in der Sandgrube abgestimmt, um zusätzliche Transporte zu vermeiden. Der Sandanteil kann vollständig durch recycelte, gebrauchte Dachpfannen ersetzt werden.

ca. 21% Zement

Aus Kalkmergel, einem natürlichen Gemisch von Kalkstein und Ton, wird Zement durch Brechen, Trocknen, Brennen und Mahlen gewonnen.

ca. 7,5% Wasser

Das benötigte Wasser wird zu großen Teilen aus aufgefangenem Oberflächenwasser entnommen. Prozessabwässer werden gereinigt und wiederverwendet.

ca. 1,5% Oberflächenbeschichtung

Je nach Farbe und Oberfläche des Dachsteins setzt sich die Oberflächenbeschichtung aus unterschiedlichen Gewichtsanteilen von Metalloxiden und Beschichtungsmaterialien zusammen. Die Oberfläche der meisten Dachsteine ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis vergütet. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxidpigmente und feine mineralische Füllstoffe. Die Vergütung ist sinnvoll, um ggf. auftretende Ablagerungen und natürlichen Bewuchs zu vermindern. Die Farben der Dachsteine decken die traditionellen Dachfarben in Deutschland ab. Die physikalisch-chemische Zusammensetzung der Farbpigmente ist identisch mit denen, die von Natur aus diese Dachfarben erzeugen: Die Eisenoxide, z.B. Fe2O3 und Fe3O4, kommen in der Natur in den Gesteinen Hämatit und Magnetit vor. Die Dachstein-Pigmente werden durch die Oxidation von Eisenspänen mit Luftsauerstoff erzeugt. Die eingesetzten Pigmente sind in Wasser und in Verbindung mit Kalk und Zement unlöslich und können nicht ausgewaschen werden. Sie sind äußerst licht- und UV-beständig.

 

Zusammensetzung Dachziegel

Rohstoffe

Die Rohstoffe für die Herstellung von Tondachziegeln - Tone und Lehme - sind natürliche Bestandteile der Erdkruste. Sie bestehen vorwiegend aus Tonmineralien (Illit, Kaolinit und untergeordnet Smektit) und Quarz. Daneben führen sie auch Feldspäte und Eisenmineralien.

Struktur

Frisch gepreßte Dachziegel bestehen zu etwa 60 Vol.-% aus festen Bestandteilen (Ton und Lehme) und zu etwa 40 Vol.-% aus mit Wasser gefüllten Poren. Beim Trocknen wird das Wasser aus den Poren ausgetrieben. Dabei schwindet der Ziegel je nach Materialstruktur. Gleichzeitig entstehen mit Luft gefüllte Poren. Beim Brennen werden die Tonmineralien in mehreren Reaktionsschritten zu Silikaten umgewandelt. Es entsteht eine Glasphase, die die Quarzkörner (Stützkorn) wie ein Kleber zusammenhält. Der gebrannte Ziegel besteht letztlich aus einer wasserunlöslichen Verbindung der Bestandteile zu keramischem Scherben.

Farbe

Die Farbe des Dachziegels entsteht durch die jeweilige Brenntemperatur und im Rohstoff vorhandene Eisenoxidanteile. Eine gleichmäßige oder gleichbleibende Färbung, z. B. in Anlehnung an die RAL-Farbtonkarte, ist nicht möglich.

 

Zusammensetzung Schiefer

Schiefer ist ein Umwandlungsgestein (metamorphes Gestein), dass vor ca. 345 - 400 Millionen Jahren aus feinstkörnigen Ton-Schlamm-Massen, die sich am Meeresboden abgelagert haben, hervorgegangen ist. Hoher Druck und die spätere Gebirgsfaltung bewirkten die Ausrichtung der Glimmerlagen, auf denen die Spaltbarkeit des Schiefers beruht. Von den verschiedenen Schieferarten eignet sich besonders der Tonschiefer für Dachdeckungen. Die Qualität eines Schiefers steigt mit der Anzahl und der Vernetzung der Glimmerlagen. Schiefer mit einem Kalkgehalt über 20 % (CaCO3) eignen sich nicht für Dachdeckungen. Aber auch die Langlebigkeit des Produkts ist ein wesentliches Qualitätskriterium. Die Farbe des Schiefers ist in aller Regel grau bis graublau, wobei sich die Farbe des Schiefers mit den Jahren verändert.

Mineralische Zusammensetzung:

30 - 60% Sericit, ein feinkörniger Hellglimmer (Muskovit), wichtig für die Spaltfähigkeit und die geschmeidige Bearbeitbarkeit des Schiefers.

10 - 30% Chlorit, ebenfalls wichtig für die Spaltfähigkeit und außerdem für die Farbe des Schiefers. Diese beiden Bestandteile sind sogenannte Blattsilikate, d. h. Minerale, die in sehr feiner Korngröße plättchenförmig und in Lagen angeordnet sind.

20 - 40% Quarz, verleiht dem Schiefer Festigkeit und Härte.

0 - 5% Kalkspat oder andere Carbonate

0 - 3% sonstige Minerale wie Feldspäte, Rutil, Erze und Kohle, die z.T. dem Schiefer ebenfalls eine charakteristische Farbe geben. Die meisten Minerale liegen in sehr feiner Korngröße vor, so z. B. in Tonkorngröße (deswegen auch die Bezeichnung Tonschiefer) von 0 - 0,002 mm (oder 2 Mikrometer) und nur z.T. in Siltkorngröße von 0,002 - 0,06 mm. Der feinen Korngröße hat der Schiefer auch normalerweise seine dunkle Farbe zu verdanken. Gröbere oder rauhere Schiefer, d.h. Schiefer mit mehr Siltkorn, sind z.T. heller gefärbt.

 

Zusätzliche regensichernde Maßnahme

Als zusätzliche regensichernde Maßnahmen werden Unterdächer, Unterdeckungen und Unterspannungen unterhalb von Dachdeckungen angeordnet, um vor eindringender Feuchtigkeit, Flugschnee und Staub zu schützen.

 

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