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Grünbildung


Grünbildung auf Steildächern

 

Grünbildung durch Flechten und Moose ist auf Dachflächen oft zu entdecken. Kein Grund, an der Schutzfunktion der Dacheindeckung zu zweifeln. Flechten- und Moosbildung mindert in der Regel nicht die Lebensdauer einer Ziegeleindeckung. Grünbildung ist auf fast allen Materialien möglich.

 

 

Die Rauhigkeit der Deckwerkstoffe fördert zwar die Grünbildung, doch auch auf glatten oder beschichteten Oberflächen ist die Grünbildung durch Einwirkung von unterschiedlichen Faktoren wahrscheinlich. Neben den werkstoffspezifischen Faktoren ist vor allem der Standort und die Baukonstruktion entscheidend.

 

Faktoren zur Grünbildung

 

  • Standort und Lage der Gebäude / Dachfläche, Nordlage, Hanglage, Windschutz u. Verschattung durch Bäume, Dachversetzungen, Gauben
  • Gewässernähe, hohe Luftfeuchte
  • Nahstehender oder überragender Bewuchs- oder Baumbestand, Blattbefall, Samenflug
  • Umwelteinflüsse, Schadstoffgehalt der Luft
  • Nähe der Flächen zu Industrie, Staubemissionen, Nähe zu landwirtschaftlicher Produktion, Tierhaltung
  • Neigung und Höhe der Dachflächen
  • Mangelnde Hinterlüftung der Eindeckung, Unterbrechung der Hinterlüftung durch Bauteile in der Deckung
  • Verdunstungen aus Sanitärlüftungen, Regenrohren
  • Eigenschaft, Beschaffenheit der Eindeckung, Rauhigkeit

 

Umso mehr der obengenannten Faktoren im Zusammenhang stehen, so wahrscheinlicher ist der Bewuchs der Deckwerkstoffe durch Algen, Flechten oder Moose. Ist die unproblematische natürliche Grünbildung unerwünscht, können nachfolgende Maßnahmen den Bewuchs mindern.

 

Vorbeugung und Minderung

 

Eine wirkungsvolle Maßnahme ist eine funktionelle Dachhinterlüftung. Dies ist durch Einbau von Trauf- und Firstentlüftungen zu erreichen, vorausgesetzt eine Lüftungsebene ist unter der Deckung vorhanden. Rückschneiden von Grünwuchs, Minderung von Verschattung kann der Grünbildung entgegenwirken. Standortfaktoren oder Umwelteinflüssen kann in der Regel nicht entgegengewirkt werden.

 

Vorsichtiges Abkehren, Aufsammeln von Moosen ist möglich, eine Reinigung durch Wasserdruck sollte nur in Extremfällen vorgenommen werden. Diese Arbeiten sollten allerdings nur von Fachleuten durchgeführt werden, da eine Dachbegehung durch Laien oftmals zu Schäden führt.

 

Von einer nachträglichen Dachbeschichtung ist grundsätzlich abzuraten, eine Verbesserung kann lediglich kurzfristig erreicht werden. Grünbildung auf den Deckwerkstoffen verringert nicht die Langlebigkeit der Deckwerkstoffe.

 

Einzig Metallteile, z.B. Anschlüsse und Entwässerungsrinnen, können bei Anhäufung von Blättern und Pflanzenresten durch die sich bildende Humussäure geschädigt werden. Um einen korrekten Wasserlauf zu gewährleisten, sollten diese je nach Einwirkung gereinigt werden.

 

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