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Das Lexikon erläutert Fachbegriffe rund um das Thema Dach

 

Abdichtungen

Abdichtungen von Dächern oder Bauteilen werden aus zusammenfügbaren bahnen- oder planenförmigen Produkten wasserdicht hergestellt oder als ganzflächige Beschichtungen wasserdicht ausgeführt. Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.

 

Abschlüsse

Abschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen an den Rändern der Flächen. Übliche Begriffe für Randabschlüsse sind z. B. First, Ortgang, Traufe, o. ä.

 

Allgemein anerkannter Stand der Technik

Erfahrungsgrundsätze, die durch Praxis und Erprobung als richtig und notwendig anerkannt sind und in der Wissenschaft feststehen.

 

Altdeutsche Deckung

Die Altdeutsche Deckung ist mit Decksteinen in deutlich unterschiedlicher Höhe und Breite auszuführen. An der Traufe wird mit den größten, der Höhe nach sortierten Decksteinen (gattierten) begonnen, wobei sich die Deckung zum First hin deutlich verjüngen, d. h. in ihrer sichtbaren Höhe kleiner werden muss. Die Deckung kann von rechts nach links (Linksdeckung) oder von links nach rechts (Rechtsdeckung) erfolgen. Die Mindesthöhen- und Seitenüberdeckung beträgt 29 % der Steinhöhe. Die Regeldachneigung beträgt 25°.

 

Anschlussbiber

Anschlussbiber sind Biberschwanzziegel, die als ganze oder geschmälerte Biber z. B. an den Ausspitzern anschließen.

 

Anschlüsse

Anschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen an angrenzende oder durchdringende Bauteile oder Bauelemente. Insbesondere bei Dachdeckungen unterscheidet man zwischen seitlichen, firstseitigen und traufseitigen Anschlüssen.

 

Aufliegende Dachrinne

Aufliegende Dachrinnen sind Aufdachrinnen, auch Liegerinnen genannt, und Sonderformen. Die aufliegende Dachrinne verläuft, um das nötige Gefälle zu erreichen, im Gegensatz zur vorgehängten Dachrinne, auf der Dachfläche schräg oberhalb der Traufe. Sie ist in Abhängigkeit von der Dachneigung mit ausreichendem Gefälle zu verlegen

 

Ausspitzer

Ausspitzer sind Dachziegel / Dachsteine, die in Richtung des Gratsparrens angearbeitet werden (rechte bzw. linke Ausspitzer).

 

Außenwandbekleidungen

Außenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung genannt.

 

Äußerer Blitzschutz

Äußerer Blitzschutz besteht aus der Fangeinrichtung, der Ableitungseinrichtung und der Erdungsanlage. Der äußere Blitzschutz steht in engem Zusammenhang mit dem Aufbau des Daches. Durch die Anlagenteile der Blitzschutz-Systeme darf die Dichtigkeit bzw. Regensicherheit eines Daches nicht beeinträchtigt werden

 

Baufeuchte

Baufeuchte ist als Eigen- und / oder Einbaufeuchtigkeit von Baustoffen vorhanden.

 

Bauwerksabdichtungen

Bauwerksabdichtungen sind wasserdichte Abschlüsse von Gebäudeteilen zum Schutz des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Es wird unterschieden nach Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser, von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser.

 

Behelfsabdichtungen

Unter Behelfsabdichtung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsabdichtungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach Art und Ausführung können auch Dampfsperren oder erste Lagen von mehrlagigen Dachabdichtungen als Behelfsabdichtung verwendet werden.

 

Behelfsdeckungen

Unter Behelfsdeckung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsdeckungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach verwendetem Material und ggf. mit zusätzlicher Wind-Sog-Sicherung kann beispielsweise eine Vordeckung als Behelfsdeckung dienen.

 

Biber-Doppeldeckung

Die Doppeldeckung mit Biberschwanzziegeln ist dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Traglatte eine Biberreihe liegt. Die Biber überdecken sich so, dass die dritte Deckreihe die erste um die Höhenüberdeckung überdeckt. Die Deckung erfolgt regelmäßig im Halbverband.

 

Biber-Kronendeckung

Die Kronendeckung mit Biberschwanzziegeln ist dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Traglatte zwei Biberreihen (Lager- und Deckschicht) liegen, so dass sie untereinander einen regelmäßigen Halbverband bilden. Die Höhenüberdeckung ergibt sich aus dem Abstand zweier Lagerschichten.

 

Biber-Spließdeckung

Die Spließdeckung mit Biberschwanzziegeln erfolgt in Einfachdeckung. Jede Längsfuge wird mit einem mindestens 5 cm breiten Spließ unterlegt. Die Biber werden in Reihe oder im Drittelverband gedeckt. Der Spließ kann aus Holz, Kunststoff, Metall oder anderen geeigneten Werkstoffen bestehen. Die Deckung soll nur bei Gebäuden untergeordneter Nutzung gedeckt werden.

 

Biberschwanzziegel

Biberschwanzziegel sind ebene Strangdachziegel ohne Falzausbildungen. Sie werden mit unterschiedlichen Schnittarten hergestellt. Kennzeichnend für diese Dachziegel ist, dass sie in der Regel mehrfach überdeckt und im Verband gedeckt werden. Es wird vorzugsweise Doppel- oder Kronendeckung ausgeführt.

 

Blende

Mit Blende bezeichnet man senkrechte oder nahezu senkrechte Abdeckungen aus Metall an Traufe oder Ortgang, z. B. unterhalb des Metalldachabschlussprofils, unter vorgehängten Dachrinnen oder als Bekleidung innenliegender Dachrinnen.

 

Blitzschutz

Blitzschutz dient dem Personen- und Sachschutz vor den Folgen von Blitzeinschlag in Gebäude. Die Notwendigkeit, Gebäude mit Blitzschutzanlagen zu versehen, wird in der Regel in örtlichen Baubestimmungen festgelegt. Darüber hinaus werden von den Schadenversicherern objektbezogene Auflagen zur Errichtung von Blitzschutzmaßnahmen, als Grundlage für Prämienvereinbarungen, gemacht.

 

Blitzschutzsystem

Ein Blitzschutzsystem ist das gesamte System für den Schutz einer baulichen Anlage gegen die Auswirkungen des Blitzes. Es besteht sowohl aus dem Äußeren als auch aus dem Inneren Blitzschutz.

 

Bogenschnittdeckung (Deutsche Deckung)

Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen Schiefern mit Bogenschnitt ausgeführt. Die Deckung erfolgt mit Gebindesteigung, wobei diese abhängig von der Dachneigung ist und zwischen der Mindest- und Höchstgebindesteigung liegen muss. Die Bogenschnittschablonen werden mit hängender Ferse gedeckt. Jede Bogenschnittschablone ist mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften innerhalb der Höhen- und Seitenüberdeckung zu befestigen. Die Bogenschnittdeckung wird auch Deutsche Deckung genannt.

Abmessungen der Bogenschnittschablonen: 30 x 30 cm, 25 x 25 cm.

Regeldachneigung für das Format 30x30 cm: 25°

Regeldachneigung für das Format 25x25 cm: 40°

 

Brandschutz

Brandschutz-Anforderungen dienen dem Personen- und Sachschutz und haben das Ziel, das Entstehen von Bränden einzuschränken bzw. die Brandweiterleitung zu erschweren oder zu verzögern. Der vorbeugende Brandschutz für Baumaßnahmen betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, wobei eine Unterteilung in nichtbrennbare und brennbare Baustoffe erfolgt, und das Brandverhalten von Bauteilen.

 

Brandverhalten von Baustoffen

Baustoffe werden entsprechend ihrem Brandverhalten in folgende Baustoffklassen eingestuft:

· Nicht brennbare Baustoffe A (A1 und A2)

· Brennbare Baustoffe B (Schwer entflammbar B1, Normal entflammbar B2, Leicht entflammbar B3)

Leicht entflammbare Baustoffe B3 dürfen im Bauwesen nicht verwendet werden.

 

Brandverhalten von Bauteilen

Das Brandverhalten von Bauteilen wird durch die Feuerwiderstandsdauer und durch weitere Eigenschaften gekenn-zeichnet. Die Feuerwiderstandsdauer ist die Mindestdauer in Minuten, während der ein Bauteil bei Prüfung nach DIN 4102 die dort gestellten Anforderungen erfüllt. Bauteile werden entsprechend der Feuerwiderstandsdauer in die Feuer-widerstandsklassen eingestuft. Die Feuerwiderstandsklassen (z. B. F30, F60) sind insbesondere von der Art der Wärmedämmung und der inneren Bekleidung abhängig. Der Nachweis muss nach einem Regelaufbau oder mit einem Prüfzeugnis erfolgen.

 

Dachabdichtungen

Dachabdichtungen sind der obere, wasserdichte Abschluss von Gebäuden auf flachen oder geneigten Dachkonstruktionen. Dachabdichtungen können mit Schutz- und Nutzschichten versehen sein.

 

Dachaufbauten

Ursprünglich war die Dachfläche kaum unterbrochen, da Dachaufbauten stets eine mögliche Schadensquelle waren. Dachaufbauten sollen sparsam verwendet werden und sich in ihren Proportionen der Dachfläche und dem Gebäude unterordnen.

 

Dachdeckung

Dachdeckungen sind der obere, regensichere Abschluss von Gebäuden auf geneigten Dachkonstruktionen aus in der Regel schuppenförmig überdeckten ebenen oder profilierten platten- oder tafelförmigen Deckwerkstoffen

 

Dachfenster

Dachfenster sind ungedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie sind regensicher. Sie dienen der Belichtung, Belüftung und für den Ausstieg für Wartungsarbeiten an Dachflächen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen.

 

Dachflächenfenster

Dachflächenfenster sind schall- und wärmgedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und Belüftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie müssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind Ü-Zeichenpflichtig. Dachflächenfenster müssen aufgrund der erhöhten Anforderung auf ihre Schlagregensicherheit geprüft sein. Dachflächenfenster sollen nicht unter 15° Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15° sind Sondermaßnahmen erforderlich.

 

Dachformen

Von den elementaren Dachformen Pult-, Sattel-, Walmdach etc. lassen sich weitere Dachformen ableiten. Auch zahllose Kombinationen sind möglich.

 

Dachgraben

Mit Dachgraben bezeichnet man die Verschneidungslinie zweier giebelständiger Gebäude oder Gebäudeteile sowie die Kehle bei Sheddächern. Die Ausbildung des Dachgrabens erfolgt meist als Stufenrinne mit Gefälle. Die Ausbildungen von Dachgräben ohne Stufen müssen wasserdicht sein.

 

Dachknick

Der Dachknick ist der Übergang zweier verschieden geneigter Dachflächen. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Übergang von einer unteren steilen zur oberen flachen Dachneigung (Mansarddachknick) und von einer unteren flachen zur oberen steilen Dachneigung (Schleppdachknick).

 

Dachkonstruktion

Die Dachkonstruktion besteht aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man· einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder · mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen.

 

Dachneigung

Dachneigung ist die Neigung der Dachkonstruktion (Unterkonstruktion) gegen die Waagerechte. Das Maß der Dachneigung wird ausgedrückt als Winkel zwischen der Waagerechten und der Dachfläche in Grad (°) oder als Steigung der Dachfläche über der Waagerechten in Prozent (%). Bei Dachdeckungen ist die Neigung des Deckwerkstoffes aufgrund der Verlegetechnik immer geringer als die Dachneigung

 

Dachrinnen

Dachrinnen sind Vorrichtungen zum Ableiten des Oberflächenwassers bei Dachdeckungen oder Dachabdichtungen. Man unterscheidet zwischen außenliegenden und innenliegenden Dachrinnen. Bei außenliegenden Dachrinnen kann Wasser infolge von erhöhtem Niederschlag, verstopften Abläufen, Undichtigkeit o. ä. sicher nach außen abgeleitet werden. Bei innenliegenden Dachrinnen könnte diese Feuchtigkeit in die Konstruktion bzw. in das Bauwerk gelangen. Durch geeignete Maßnahmen, Notüberläufe, Sicherheitsrinnen o. ä. muss dies vermieden werden.

 

Dachsteine

Dachsteine gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen. Sie bestehen in der Regel aus rund 70 % klassiertem Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis. Dachsteine unterscheiden sich durch ihre Form, Abmessungen, der Seitenfalzausbildung, der Fußverrippung und dem Überdeckungsbereich.

 

Dachwerk

Übliche Bezeichnung für das gesamte Tragwerk eines geneigten Daches ohne Dacheindeckung und Wärme- bzw. Feuchteschutz-Ausstattung.

 

Dachwohnfenster mit besonderen Anforderungen

Neben „normalen“ Funktionen können Dachwohnfenster Zusatzfunktionen erfüllen:

- Wohn- und Ausstiegsfenster als Handwerker-Ausstieg und/oder als Rettungsweg bzw. zweiter Fluchtweg,

- Balkon-Elemente mit einem Austritt auf einen ins Dach intergrierten Balkon.

- Zusatzelemente für die Verlängerung der Dachwohnfenster nach unten und/oder nach oben für einen besseren Ausblick bzw. größeren Lichteinfall.

 

Dachziegel

Dachziegel sind kleinformatige und grobkeramische Deckwerkstoffe. Sie werden überwiegend aus tonigen Massen, gegebenenfalls mit Zusätzen, geformt und gebrannt. Dachziegel unterscheiden sich nach Art der Herstellung, Form und Abmessungen sowie der Falzausbildung und dem Überdeckungsbereich.

 

Dachziegel, keramische Grundeigenschaften

- Frostbeständigkeit

- Resistenz gegen UV-Strahlung

- Säurebeständigkeit

- Farbbeständigkeit

- Maßhaltigkeit

- Bruchfestkeit bei normaler Beanspruchung

- Diffusionsoffenheit für Wasserdampf, Ausnahme: glasierte Dachziegel sind nur an der Unterseite dampfdiffusionsoffen.

- Wasserundurchlässigkeit

- keine Abgabe von schädlichen Stoffen

 

Dampfsperre

Eine Dampfsperre hat die Aufgabe, Wasserdampfwanderung (Diffusion) zu vermindern. Produkte werden nach ihrem Diffusionswiderstand in dampfsperrend, diffusionshemmend und diffusionsoffen eingestuft.

 

Deckbreite

Die Deckbreite ist bei Dachdeckungen die Distanz zwischen der Außenkante eines Deckwerkstoffes und der Außenkante des nächsten Deckwerkstoffes.Bei Dachziegeln wird die mögliche Deckbreite zwischen der niedrigsten und höchsten Deckbreite ermittelt, bei Dachsteinen wird sie vom Hersteller vorgegeben.

 

Decklänge

Die Decklänge bei Dachdeckungen ist die Distanz zwischen der Unterkante einer Aufhängenase eines Dachziegels und der Unterkante der nächsten Aufhängenase.

Die Decklängen werden bestimmt durch

- Dachziegel-/Dachsteinlänge,

- Dachziegel-/Dachsteinform,

- Maßtoleranzen der Dachziegel,

- dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung.

Wird die Decklänge nicht verbindlich in der Herstellervorschrift angegeben, dann ist diese auf der Baustelle zu ermitteln. Die mögliche Decklänge liegt zwischen der niedrigsten und höchsten Decklänge.

 

Deckung im Verband

siehe Verbanddeckung

 

Deckung in Reihe

siehe Reihendeckung

 

Deckunterlage

Eine Deckunterlage dient zur Aufnahme der Deckung oder Abdichtung und muss auf den zur Anwendung kommenden Werkstoff abgestimmt sein, z. B. Lattung, Schalung u. ä.

 

Diffusion

Unter Diffusion versteht man die Wasserdampfwanderung von der Seite des höheren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise innen) zur Seite des niedrigeren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise außen). Durch Diffusion kann es im wärmegedämmten Dach zu einer schädlichen Tauwasserbildung kommen, die durch Erhöhung desDoppelmuldenfalzziegel

Der Doppelmuldenfalzziegel ist ein Pressdachziegel mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz unterbrochen ist und aus einem oder auch zwei Falzen besteht. Der Doppelmuldenfalzziegel wird mit einer Mittelwulst hergestellt und kann im Verband gedeckt werden. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz oder vom Falz zur wasserführenden Ebene geführt.

 

Durchdringung

Durchdringungen sind Bauteile oder Elemente in runder oder eckiger Form, die bei einer Aussparung in der Bauteilfläche erforderlich werden, z. B. Dachausstiege, Dachgully, Antennendurchgänge u. ä.

 

Durchmischen

Bei der Dachdeckung mit Dachziegeln ist eine Durchmischung geboten, um optisch sich absetzende Farbpartien bzw. Farbfelder zu vermeiden.

 

Ebenheit

siehe Flügeligkeit

 

Einbauteil

Einbauteile sind Bauteile oder Elemente, die in Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen eingebaut werden, z. B. Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Sicherheitsdachhaken, Schneefanggitter, Wandhalterungen, Lüfter u. ä.

 

Einfassungen

Einfassungen sind Bauteile oder Elemente, die einen regensicheren bzw. wasserdichten Anschluss von Dachdeckungen bzw. Abdichtungen an Durchdringungen gewährleisten. Sie sind in Form und Ausführung auf den jeweiligen Werkstoff abzustimmen.

 

Einspitzer

Einspitzer sind Dachziegel / Dachsteine, die in Richtung des Kehlsparrens angearbeitet werden (rechte bzw. linke Einspitzer).

 

Engoben

Farbige Engoben werden durch den Auftrag mineralhaltiger Tonschlämmen mit gleicher oder einer anderen Brennfarbe erzeugt und überdecken die unterschiedlichen Brennfarben des Scherbens.

Matte Oberflächen

Engoben werden als toniger Schlicker durch Tauchen, Übergießen, Schleudern oder Spritzen auf den noch ungebrannten Dachziegel aufgetragen. Durch die Art der Auftragstechnik lassen sich auch besondere Effekte erzeugen. Engoben haben keinen Einfluss auf die sonstigen Güteeigenschaften des gebrannten Ziegelscherbens. Sie verfügen über eine ähnliche Kapillarstruktur wie der Scherben. Engoben bestehen aus einer besonders bereiteten Tonschlämme (Tonschlicker), der je nach gewünschter Farbwirkung die entsprechenden Minerale oder Metalloxide beigemischt sind.

Mattglänzende und glänzende Oberflächen

Werden zu den Tonschlämmen glasbildende Zusätze (Glasurfritten, Glasurfarbkörper) eingesetzt, erhalten die dann als Sinter-Engoben, Glanz- oder Edelengoben sowie Terra sigillata bezeichneten Oberflächen große Ähnlichkeit mit Glasuren. Da sich aber keine durch-gängige Glasschicht bildet und die Offenporigkeit erhalten bleibt, werden diese Oberflächen nicht zu den Glasuren gerechnet. Die unterschiedlichen Brennfarben des Ziegelkörpers werden überdeckt. Dachziegel müssen auch ohne Engoben gebrauchstauglich sein. Folglich stellt die Engobe keine Schutzschicht dar!

 

Faserzement

Faserzement ist eine Mischung von Kunststoff- und Zellstofffasern, Zusatzstoffen, Zement bzw. anderen für diesen Verwendungszweck geeigneten, Bindemitteln und Wasser. Zuschläge und Farbzusätze (Farbbeschichtungen) dürfen verwendet werden, wenn die festgelegten Anforderungen an die Eigenschaften gewährleistet sind.

 

Fassadenbekleidungen

Fassadenbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Außenwandbekleidung genannt.

 

Fertiggauben

Fertiggauben sind industriell vorgefertigte Gauben, z. B. aus Holz oder Kunststoffen mit Anschlusselementen und Bekleidungen.

 

Feuchtigkeit

Feuchtigkeit wirkt sich auf die Eigenschaften und die Funktion von Bauteilen, Baustoffen und Schichten, die konstruktiven Verhältnisse, die Nutzung des Gebäudes, die Hygiene und die Gesundheit der Bewohner und Nutzer aus. Einwirkungen von Feuchtigkeit entstehen durch Niederschlag, Baufeuchte und Nutzungsfeuchte.

 

Feuerschutz von Dächern

Beim Feuerschutz von Dächern wird zwischen "widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme (harte Bedachung)" und "Dächer ohne Nachweis (weiche Bedachung)" unterschieden. Der notwendige Nachweis ergibt sich für einzelne Deckungen oder Abdichtungen aus DIN 4102-4 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammenstellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile und Sonderbauteile" oder es ist eine Prüfung gemäß DIN 4102-7 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Bedachungen" erforderlich.

 

Flachdachziegel

Der Flachdachziegel ist ein Pressdachziegel mit mehrfacher Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz nicht unterbrochen ist und aus mindestens zwei oder mehreren Falzen besteht. Flachdachziegel werden in der Regel profiliert und mit unterschiedlicher Krempausbildung hergestellt. Die Krempe deckt den Wasserfalz zwischen den einzelnen Ziegeln bis auf den Rand des Nachbarziegels ab. Niederschlagswasser aus Kopf- und Wasserfalz wird auf die Mulde des gleichen und / oder des darunter liegenden Dachziegels abgeleitet.

 

Fledermausgaube

Ursprünglich als kleine Lüftungsöffnung für Speicherräume unter dem Dach eingesetzt, wird sie heute auch als Gaube zur Belichtung von Wohnräumen gebaut. Die fließende Einbindung in die Dachfläche erfordert große Dachflächen. Eine bautechnisch einwandfreie Ausführung ist nur mit kleinformatigen Deckmaterialien möglich, die sich Rundungen anpassen können.

 

Flügeligkeit

(Ebenheit) Abweichung einer oder mehrerer Ecken gegenüber den anderen bei einzelnen Deckwerkstoffen.

 

Fußwalmdach

Dabei ist die Walmfläche nur im unteren Bereich des Giebels angeordnet.

 

Gauben

Sehr weit verbreitet sind Dachgauben (Dachgaupen), mit verschiedenen Dachformen - Sattel-, Walm-, Tonnendach bzw. als Schlepp- oder Spitzgaube - in die Dachfläche eingebunden. Rückt die Gaube an die Außenwand, spricht man von einem Zwerchhaus.

 

Gedämpfte Dachziegel

Der Scherben von als "gedämpft" bezeichneten Dachziegeln besitzt entweder im ganzen Volumen oder eine wenige Millimeter unter die Oberfläche reichende, dem Dachschiefer ähnliche, graublau-silbrige Färbung.

Die Bezeichnung "gedämpfte Dachziegel" weist auf eine seltener angewandte, besondere Brenntechnik hin. Weitere Bezeichnungen: Blaudämpfen, Blauschmauchen, Silberdämpfen, Schwarzdämpfen. Verfahren.

Unterdrückt man während des Ziegelbrandes den vollständigen Austausch der Brennatmosphäre gegen Luft, brennen Ziegel "im eigenen Dampf“. In der Vergangenheit wurde hierzu u. a. auch frisches Laub verwendet, das im Ofen verdampfte - so erklärt sich der Begriff "Dämpfen".

Bei Reduzierung der Sauerstoffzufuhr kommt es anstelle einer Oxidation zu einer so genannten Reduktionserscheinung. Durch eine kohlenstoffreiche Brennatmosphäre wird hierbei dem Eisenoxid der Sauerstoff entzogen. Aus einem sonst rot brennenden Scherben entsteht ein grau- bis anthrazitfarbener Dachziegel. Wird diese Technik heutzutage angewendet, folgt nach Beendigung des Garbrandes ein reduzierend wirkender Brennabschnitt.

 

Gefälle

Gefälle ist die Neigung einer Oberfläche gegen die Waagerechte, z. B. bei Rinnen, Abdichtungen, Abdeckungen.

 

Glasuren

Dachziegelglasuren bestehen zum überwiegenden Teil aus gemahlenen, vorgeschmolzenen Gläsern (Glasurfritten) spezieller Zusammensetzung. Um den Glasurschlicker vom Absetzen zu bewahren, werden kleine Mengen Ton zugegeben.

Es sind in der Regel Zusätze enthalten, welche die spätere Glasurschicht färben, trüben oder (seltener) auch mattieren sollen. Die Oberflächen des Ziegelformlings werden mit dem Glasurschlicker vor dem Brand besprüht. Dachziegel und Glasur werden gleichzeitig gebrannt.

Die Farbigkeit der Glasuren entsteht durch anorganische Zusätze (meist einfache Metalloxide) oder durch keramische Farbkörper (unterschiedliche Tonschlicker).

Durch den Brand bildet sich auf der Dachziegeloberfläche eine harte, glasartige, eingefärbte Schicht. Haarrisse können während des Herstellungsprozesses, aber auch später in der eingedeckten Fläche durch Spannungen entstehen. Das Rissbild wird als Craquelé (oder eingedeutscht Krakelee) bezeichnet. Zur Regulierung der Feuchteaufnahme/-abgabe sollten Dachziegel auf der Unterseite nicht glasiert sein. Haarrisse in der Glasurschicht ermöglichen den Feuchteaustausch auch auf der Dachziegeloberfläche. Jahrhunderte alte Dachziegel weisen diese Besonderheit auf und erfüllen dennoch bis heute ihren Zweck. Dachziegel müssen auch ohne Glasuren gebrauchstauglich sein. Folglich stellt die Glasur keine Schutzschicht dar!

 

Gliederbogen

Zur Überbrückung von Traufenüberständen können bei den Regenfallleitungen Gliederbogen eingesetzt werden. Diese bestehen aus zusammengelöteten einwärts oder auswärts geschwungenen Rohrteilstücken.

 

Grat

Grate sind die außenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen.

 

Grobkeramische Erzeugnisse

Auch als "Baukeramik für statische und architektonische Bauteile" bezeichnet. Im Gegensatz dazu: feuerfeste keramische Erzeugnisse, Feinkeramik und technische Feinkeramik.

 

Hauptwetterrichtung

Hauptwetterrichtung ist die Richtung, aus der im Jahresmittel die Hauptregenmenge auftritt und die Hauptwetterbeanspruchung des Bauwerks erfolgt.

 

Hebe-Schiebe-Fenster

Der Fensterflügel ist oben angeschlagen, wird beim Öffnen nach außen geklappt und kann zu etwa 2/3 zur Seite geschoben werden. Die Befestigung eines Insektenschutzgitters, einer Gardine oder eines Vorhangs ist problemlos, da kein Teil des Fensterflügels in den Raum ragt.

 

Hohlziegel, Hohlpfanne, S-Pfanne

An eine breite Mulde, die wasserführende Ebene, ist seitlich eine einfache Krempe zur seitlichen Überdeckung angeformt. Die rechte obere und die linke untere Ecke sind abgeschnitten, lang für die Vorschnittdeckung, kurz für die Aufschnittdeckung.

 

Innenliegende Dachrinne

Innenliegende Dachrinnen verlaufen innerhalb der Gebäudefläche im Dachbereich. Sie werden in Haltekonstruktionen oder auf durchgehenden Unterlagen verlegt. Damit bei erhöhtem Niederschlag oder verstopften Abläufen kein Wasser in das Gebäudeinnere dringen kann, müssen zusätzliche unabhängige Abläufe (Sicherheitsabläufe) oder ausreichende Notabläufe oder eine ausreichend bemessene Sicherheitsrinne mit eigener Entwässerung vorgesehen werden, die für sich allein die gesamte anfallende Niederschlagsmenge ableiten können.

 

Innerer Blitzschutz

Innerer Blitzschutz beinhaltet Maßnahmen, um die von außen eingeführten metallenen und elektrischen Systeme in den Blitzschutz-Potentialausgleich einzubeziehen. Der innere Blitzschutz beinhaltet den Potentialausgleich, den Überspannungsschutz und die Beseitigung von Näherungen. Diese Maßnahmen stehen teilweise in engem Zusammenhang mit der elektrischen Anlage.

 

Kegel- und Pyramidendach

Beide Dachformen kommen z.B. als Turmhelme vor, das Kegeldach über einem kreisförmigen, das Pyramiden- oder Zeltdach über einem quadratischen Grundriß. Das Zeltdach kann (mehrfach) gefaltet oder abgewandelt sein (Kreuzdach, Rhombendach, Faltdach).

 

Kehlbalkendach

Die Statik des Kehlbalkendachs entspricht dem Sparrendach, wobei die Sparren zu Durchlaufträgern mit drei Auflagern werden. Um unwirtschaftliche Sparrenquerschnitte zu vermeiden, wird bei größeren Sparrenlängen (ca. >4,50 m) eine Kehlbalkenlage eingezogen. Auch hier liegt der Vorteil in einer ungestörten Nutzbarkeit des Dachraums. Die zusätzliche Balkenlage wird sinnvoll in Raumhöhe eingezogen. Bei größeren Hausbreiten ergibt sich vielfach ein weiterer, gut nutzbarer Dachraum über der Kehlbalkenlage.

 

Kehlbiber

Kehlbiber sind alle in der Richtung des Kehlsparrens eingedeckten Biberschwanzziegel und werden in der Regel ohne Aufhängenasen gedeckt.

 

Kehlen

Kehlen sind die innenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen.

 

Klapp-Schwing-Fenster

Der Fensterflügel ist oben angeschlagen und wird beim Öffnen nach außen geklappt. Eine zusätzliche Schwingfunktion erleichtert die Reinigung der Scheiben-Außenseite von innen. Die Bedienungsgrif-fe liegen an der Fensterunterkante. Der Beschlagaufwand ist höher als bei Schwingfenstern.

 

Konterlattung

Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende Unterkonstruktion weiterzuleiten.

 

Konvektion

Unter Konvektion versteht man die Strömung von Luft von der Seite des höheren zum niedrigeren Druck. Die wärmedämmende Umfassungsfläche eines Gebäudes oder Bauteils muss dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet werden.

 

Korrosionsbeständig

Korrosionsbeständige Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die unter normalen atmosphärischen Bedingungen gegen Korrosion resistent sind.

 

Korrosionsgeschützt

Korrosionsgeschützte Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die mit einer Schutzschicht oder einem Überzug aus einem weitestgehend korrosionsbeständigen Material versehen sind.

 

Kreuzfuge

Eine Kreuzfuge ist dann gegeben, wenn bei einer Dachdeckung die allseitige Über- oder Unterdeckung weniger als 2 cm beträgt und damit der Verband z. B. bei eingebundenen Biberkehlen nicht mehr gewahrt ist. Die Regensicherheit ist an einer Kreuzfuge nicht mehr gewährleistet.

 

Krüppelwalmdach

Entspricht einem Walmdach mit hochgesetzter Traufhöhe am Giebel.

 

Lattung

Die Lattung ist der äußere Teil einer Unterkonstruktion, an der die Dachdeckung oder Außenwandbekleidung befestigt oder eingehängt wird.

 

Luftdichtheitsschicht

Eine Luftdichtheitsschicht hat die Aufgabe, Luftströmung (Konvektion) zu verhindern. Nähte und Stöße müssen luftdicht geschlossen sein. Luftdichte Produkte müssen auch an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen luftdicht angeschlossen werden. Prüfung: z. B. Blower Door

 

Lüftung

Lüftung ergibt sich aus dem Anschluss eines Zwischenraumes an Innen- oder Außenluft. Äußere Luftschichten können sich direkt über der Wärmedämmung oder direkt unter den Deck- bzw. Abdichtungsschichten befinden.

 

Mansarddach

Benannt nach einem französischen Baumeister des 17. Jh., François Mansart, weist es als Sattel- oder Walmdach zwei unterschiedliche Neigungen in der Dachfläche auf, im unteren Teil steiler als im oberen. Der Vorteil dieser Dachform liegt in einer guten Raumausnutzung, einer größeren Wohn- bzw. Nutzfläche. Übliche Formen sind das Mansardwalmdach und das Mansardgiebeldach.

 

Massivdach

Dächer aus bewehrtem Beton, Leichtbeton oder Deckenziegeln bieten Vorteile im Brand- und Schallschutz. Sie können als Ortbeton oder aus Fertigteilen - als Platten oder Hohlkörper - erstellt werden. Sie finden sich im Hallen- und Montagebau, aber auch im Einfamilienhausbau und im höherwertigen Geschosswohnungsbau.

 

Mindestdachneigung

Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen, die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der Regeldachneigung. Hinweis:Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

 

Mönchziegel

Der Mönchziegel ist ein gewölbter Pressdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er ohne Verfalzung die Nonnenziegel seiten- und höhenüberdeckt.

 

Naturrot

Als "naturrot" bezeichnet man Dachziegel, deren Brennfarbe sich allein aus naturbelassenen Rohstoffen, ohne Zusätze von farbändernden Metalloxiden, ergibt. Die überwiegende Farberscheinung ist das eigentliche "Ziegelrot" oder "Naturrot" in der gesamten Bandbreite des Farbspiels.

 

Niederschlag

Niederschlag tritt als Regen, Schnee, Hagel oder Eis auf. Bei extremen Standorten oder besonderen Witterungsverhältnissen können sich diese Niederschläge in Treibregen, Flugschnee, Schnee- oder Eisschanzenbildung auswirken. Aggressive Niederschläge entwickeln sich durch in der Atmosphäre auftretende Lösungen von Stoffen und Gasen, z. B. zu "saurem Regen".

 

Nonnenziegel

Der Nonnenziegel ist ein gewölbter Pressdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er auf der Dachlattung liegt und ohne Verfalzung von einem Mönchziegel seiten- und höhenüberdeckt wird.

 

Notabdichtung

Unter Notabdichtung versteht man eine befristete Abdichtung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notabdichtungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notabdichtung können nicht die Kriterien einer Abdichtung erwartet werden. Sie ersetzen keine Abdichtung.

 

Notausstiege

Notausstiege dienen als Ausgang zu Fluchtwegen. Sie können mit ihren Anforderungen von der Bauaufsicht gefordert werden. Dachflächenfenster und Fertiggauben können bei Einhaltung dieser Anforderungen als Notausstieg dienen.

 

Notdeckung

Unter Notdeckung versteht man eine befristete Abdeckung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notdeckungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notdeckung können nicht die Kriterien einer Deckung erwartet werden. Sie ersetzen keine Dachdeckung.

 

Notüberlauf

Notüberläufe sind bei innenliegenden Dachrinnen mit Entwässerung außerhalb des Gebäudes vorzusehen, damit bei erhöhtem Niederschlag, verstopften Abläufen u. a. das anfallende Wasser sicher von den Gebäudeteilen weggeleitet wird.

 

Nutzung

Gebäudenutzung ergibt sich durch die vorhandene oder geplante Nutzung, z. B. durch Wohnen, Arbeiten oder Lagern.

· Genutzte Flächen sind Bauteilflächen, die für den Aufenthalt von Personen oder für die Nutzung durch Verkehr vorgesehen sind.

· Nicht genutzte Flächen sind Bauteilflächen, die nur gelegentlich betreten werden sollen, z. B. zum Zwecke der Wartung und Instandhaltung.

 

Nutzungsfeuchte

Nutzungsfeuchte ist die in der Raumluft enthaltene Luftfeuchte. Die Größenordnung ist abhängig vom Luftaustausch und von dem Lüftungsverhalten der Benutzer.

 

Patina, Patinierung

Ursprünglich nur der Oxidüberzug auf Bronze. Heute allgemeine Bezeichnung für Altersspuren. Bei Dachziegeln/Dachsteinen entsteht die Patina durch Umwelteinflüsse und Immissionen wie Grün-bildung (Veralgung), Ruß, Pollen, Staub, Metalloxide, Vogelkot etc..

Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der abhängig von Umweltbedingungen verlangsamt oder beschleunigt abläuft und von dem alle Außenbauteile, selbst Glas, gleichermaßen betroffen sind.

 

Pfettendach

Traditionell in Süddeutschland und im Alpenraum üblich, lässt sich ein Pfettendach praktisch bei jeder Dachneigung realisieren. Zahlreiche Varianten sind möglich, das Grundprinzip sind jedoch Sparren, die auf Fuß- und Firstpfetten aufliegen. Die Firstpfette ist bei größeren Haustiefen durch senkrechte Ständer - meist mit Kopfbändern - auf der obersten Geschossdecke unterstützt. Bei größeren Sparrenlängen werden zwischen Fuß- und Firstpfette zusätzliche Pfetten angeordnet ("Einfach, zweifach, dreifach... stehender Pfettendachstuhl"). Die Grafik zeigt einen zweifach stehenden Pfettendachstuhl.

 

Photovoltaik

Photovoltaik ist die Wandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität.

 

Pressdachziegel

Durch Formen in einer Formpresse (Revolverpresse) entsteht aus Rohmaterial der Pressdachziegel. Pressdachziegel sind profilierte, konisch geformte oder gewölbte Dachziegel. Sie werden mit einfachen oder mehrfachen Kopf-, Fuß- und Seitenfalzen hergestellt (Ringverfalzung) oder auch ohne Verfalzung. Die Seitenverfalzung besteht aus Wasser- und Deckfalz.

 

Pultdach

Eine der einfachsten Dachformen ist das Pultdach, heute häufig verwendet bei kompakten Bauten nach dem Niedrigenergiestandard, bei Wirtschaftsgebäuden oder als Dach von Anbauten an höhergeführten Außenmauern, z.B. als Dach von Seitenschiffen einer Basilika.

 

Rechteckdoppeldeckung, englische Deckung

Regeldachneigung 22°. Rechteckige oder quadratische Schieferplatten werden nach Art einer Biberschwanzdeckung verlegt. Neben einer Deckung auf Schalung ist auch eine Deckung auf Dachlatten möglich.

 

Reformziegel

Der Reformziegel ist ein Pressdachziegel mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz unterbrochen ist und aus einem oder auch zwei Falzen besteht. Der Reformziegel wird ohne Mittelwulst hergestellt. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz geführt.

 

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